von
Robin Huth
Überblick über die jüngsten Entwicklungen der Baugenehmigungen in Japan, basierend auf dem aktuellen Update unseres Global Building Monitor
by Robin Huth | B+L
Ich möchte Ihnen das neueste Update unseres Global Building Monitor vorstellen, wobei der Schwerpunkt diesmal auf Japan liegt. Die Daten zeigen, dass die Schwäche im Wohnungsbau, die 2025 begann, weiterhin anhält. Die Quartalszahlen für den Baubeginn von Wohngebäuden verzeichnen einen Rückgang von ‑8,5 % im ersten Quartal 2025 und ‑2,7 % im zweiten Quartal 2025. Für das Gesamtjahr erwarten wir nun eine Kontraktion von ‑4,4 %, sodass der Markt 2025 bei etwa 823 000 Einheiten liegt – ein Niveau, das seit etwa fünfzehn Jahren nicht mehr erreicht wurde.
Der Ausblick ist eher bescheiden. Für 2026 erwarten wir eine leichte Erholung, aber die Gesamtabgabe wird voraussichtlich 850 000 Einheiten nicht überschreiten. Zwei Hauptgründe bestimmen diese Prognose. Erstens bleibt das allgemeine wirtschaftliche Umfeld schwach. Zweitens sind die demografischen Entwicklungen in Japan ungünstig: Die Bevölkerung schrumpft seit etwa fünfzehn Jahren, und die Abnahmerate beschleunigt sich. Eine alternde Gesellschaft reduziert die Nachfrage nach neuem Wohnraum, was die zurückhaltende Prognose für den Wohnungsbau direkt erklärt.
Der gleiche Abwärtsdruck ist im Nicht‑Wohnungsbau zu beobachten. Der fertiggestellte nicht‑wohnliche Fußraumbereich fiel 2025 auf unter 50 Millionen m² – ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Durchschnitt von ≈ 60 Millionen m², der zwischen 2014 und den Vorjahren bestand. Zwar erwarten wir in den kommenden Jahren einen allmählichen Anstieg im Nicht‑Wohnungsbau, dieser wird jedoch bescheiden ausfallen und nicht durch eine starke heimische Konjunkturerholung getrieben sein. Selbst bei einer breiteren globalen Erholung wird der japanische Markt voraussichtlich erst ab 2028 die Schwelle von 55 Millionen m² nicht‑wohnlicher Fläche überschreiten.
Zusammengefasst erleben sowohl der Wohnungs‑ als auch der Nicht‑Wohnungsbau in Japan eine anhaltende Verlangsamung, bedingt durch wirtschaftliche Schwäche und demografischen Rückgang.